Mittwoch, 25. November 2009

Die Majestät der Muttergottes von "Buen Suceso"

Die Statue der Muttergottes von "El Buen Suceso" (des guten Erfolgs oder des guten Ausgangs), die im Kloster der Konzeptionisten in Quito, Ekuador, verehrt wird, stellt eine Königin dar in der Vollständigkeit des Begriffs. Man kennt keine Herrscherin, die eine solche Majestät ausstrahlt. Es gibt viele Bilder und Darstellungen von Königinnen, doch keine mit einer vergleichbaren Majestät wie diese. Marie Antoinette, zum Beispiel, war eine außergewöhnlich schöne Königin. Aber neben dieser Statue der Muttergottes... ist sie nichts!



Wir sehen in der Statue eine Mischung von Majestät und Lieblichkeit; von jemanden, mit dem man sich keinen Scherz erlaubt, denn sie ist ja die bedachte Verwahrerin der Vorrechte, die Gott ihr schenkte.

Doch ist sie zugleich so lieblich! Es scheint sogar sie unterhält sich, doch es ist eine Unterhaltung einer
„Grande-Dame“, einer Königin.



Man betrachte ihre Haltung... 

es ist etwas ganz außerordentliches...!

(Plinio Correa de Oliveira)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Das Ideal von Plinio Corrêa de Olveira

Predigt von Msgr. Rodolfo Laise OFCap in der Abschlussmesse der TFP-Sommerakademie 2002

Es freut mich, mit der Heiligen Messe diese denkwürdige Sommerakademie zu schließen. In diesen Tagen haben wir das Ideal eines Lebens betrachtet, das die fundamentalen Werte der Menschheit und der Zivilisation darstellt. Zutreffend faßte Prof. Plinio Correa de Oliveira dieses Ideal unter dem Motto: Tradition, Familie und Privateigentum zusammen, das ja der Name unserer Vereinigung ist.

Dieses Ideal bringt wahres menschliches Glück mit sich. Es ist innig mit der Botschaft Jesu Christi in den Evangelien verbunden, es ist ein Echo der ewigen und unveränderlichen Wahrheit von Gott Vater, der seinen Sohn sendet, um uns den einzigen Weg der Erlösung zu zeigen, den wir durch die in der Taufe empfangene Gnade gehen können. Dies ist ein Weg, der untrennbar verbunden ist mit der Heiligen Katholischen Kirche, die Prof. Plinio Correa de Oliveira so sehr geliebt hat.

In diesem Moment, in dem wir unsere Sommerakademie abschließen, möchte ich auf die der Menschheit glückbringenden Werte hinweisen, deren Verbreitung notwendig ist, um eine bessere Welt zu schaffen. Ich darf betonen, daß diese Welt sicherlich besser wird, wenn die Menschen in der heiligmachenden Gnade leben. Die heiligmachende Gnade, die Gott uns gegeben hat, indem er den Menschen nach seinem Bild und seiner Ähnlichkeit geschaffen hat, beziehungsweise nach dem Sündenfall durch die Erlösung Unseres Herrn Jesus Christus neu geschenkt hat.

Dieses Motto: Tradition, Familie und Privateigentum umfaßt die ganze Schule des Denkens und Lebens, die wir immer vor Augen haben müssen. Diese „Botschaft“, welche Prof. Plinio Correa de Oliveira meisterlich im Ideal, das sie leben, ausgedrückt hat, entspricht einer Sendung, die mit der Sendung der Apostel verglichen werden kann.

Im Zweiten Vatikanischen Konzil unterstreichen die Konstitution über die Kirche und das Dekret über die Laien das, was die Laien tun müssen, um mit Christus vereinigt zu werden. Wir alle sind dazu berufen, dieses auf die Andacht zu Unserer Lieben Frau basierende christliche Ideal zu leben. Ich würde sogar sagen, daß wir mit Maria vereint sein müssen durch die Weihe, die uns der heilige Ludwig Grignion von Montfort in seiner Abhandlung über die wahre Andacht zu Unserer Lieben Frau vorschlägt. Wir sind alle für den Heilsplan Gottes für die Welt verantwortlich. Genau wie Unsere Liebe Frau müssen wir unsere Zustimmung geben und unseren konkreten Beitrag leisten, damit dieser Plan Wirklichkeit wird.

Wie die Heilige Jungfrau Maria müssen wir unser Ja zum Heilsplan Gottes sagen. Das fordert natürlich von uns eine kämpferische Haltung, um die heute zurückgewiesenen Werte der natürliche und der christlichen Ordnung zu verteidigen. Nur diese Werte sind in der Lage, wieder Glück für die Menschen, die Familien und die Gesellschaft zu bringen. Aus diesem Grund müssen wir einerseits die Ehe, die Keuschheit und die Hierarchie verteidigen. Andererseits müssen wir gegen Unmoral, Abtreibung, Revolution und alles, was das menschliche Herz verdirbt, kämpfen.

Das ist die Haltung Ihrer Herzen. Das ist die Erbschaft des Werks, das Prof. Plinio Correa de Oliveira gegründet hat, und das Sie auf der ganzen Welt mit großem Einsatz und gegen harten Widerstand weiter vorantreiben. Prof. Plinio sprach des öfteren über den unermüdlichen Kampf Satans gegen dieses Ideal, das ihn daran hindert, die Welt zu beherrschen. Dieser Kampf ist immerwährend. Trotzdem weiß er ganz genau, daß er schon für ewig verdammt ist!

Prof. Plinio wollte, daß seine geistlichen Söhne „die Glocken der Tradition läuten“, so wie er dies während seines langen Lebens getan hat. Ich wurde besonders berührt, als ich eine Stelle eines Vortrages von Prof. Plinio hörte, in der er von Unserer Lieben Frau als „allmächtige Fürbitterin“ sprach: „Unsere Liebe Frau begleitet die Geschehnisse Schritt für Schritt, weil sie in einem gewissen Moment kommen will, in dem ihre Glorie offenbar wird. Dieser Moment wird kommen, wenn der Ton der letzten Glocke verklingt, kaum hörbar in der allgemeinen Verwirrung. Dies wird der Moment des Kommens Unserer Lieben Frau sein! Inmitten des allgemeinen Geschreis, der von den Sünden ängstlichen Schreien, des Egoismus und des Hochmuts, wird sie einige Glocken mit ganz neuen und übernatürlichen Klängen schmücken“.

Sie nehmen an dieser Sommerakademie Teil, Sie sind diese Glocken.
Sie sind die Glocken der Tradition, die immer noch in einer wahnsinnig gewordenen Welt klingen und eine göttliche Botschaft übermitteln! Das ist die Einladung von Prof. Plinio: „Lassen Sie sich nicht entmutigen, kämpfen Sie tapfer weiter, fürchten Sie weder Niederlagen noch Verfolgungen. Vor allem legen Sie Ihre täglichen Verdienste in die Hände Unserer Lieben Frau.

An diesem letzten Sonntag des Monats August beenden wir diese für junge Menschen veranstaltete Sommerakademie. Lassen wir uns in dieser Heiligen Messe die notwendige Kraft schenken, um Werkzeuge der Gnade und des Heils zu werden, damit das Werk von Prof. Plinio Correa de Oliveira in jenen Ländern, aus denen Sie kommen, weiterentfaltet wird.

Möge eine wachsende Anzahl von Ländern das Ideal von Tradition, Familie und Privateigentum willkommen heißen. Um dieses Ziel zu erreichen, gebe ich nun Ihnen allen meinen Segen.